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Lernen...
Etwa 80% aller Nervensignale sind visueller Art. Die Augen sehen, das Gehirn interpretiert. Seherfahrung beginnt bei der Geburt und entwickelt sich bis zum Seniorenalter weiter. Die volle Sehschärfe erreicht das Kind etwa mit sieben bis acht Jahren.
In der Schule wird der Schüler vor visuelle Aufgaben gestellt:
Er soll Lesen und Schreiben lernen.
Sehprobleme eines Kindes können sich bei Anstrengungen durch Augenreiben, Stirnrunzeln, schnelle Ermüdung, Kopfschmerzen und Lern- und/oder Verhaltensauffälligkeiten bemerkbar machen. Kinder mit schlechter Sehschärfe entwickeln zudem ein stark kompensatorisches Verhalten.
Oft klagen sie nicht über schlechtes Sehen, sondern versuchen Unterstützung durch veränderte Kopf- oder Körperstellung zu erfahren.
Manche Schülerinnen und Schüler lernen Texte auswendig, um sie leichter vorlesen zu können. Einzelne Buchstaben helfen ihnen beim Erraten eines Wortes.
Die genannten Symptome sollten Eltern dazu veranlassen, den Augenarzt aufzusuchen und, wenn nötig, eine Brille zu tragen.
Beeinträchtigungen von Augenbewegungen können auch Einfluss auf die Auge-Hand-Koordination haben. Die Auge-Hand-Koordination ist für das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen unabdingbar notwendig. Schlechte Handschrift, nicht eingehaltene Linien/Rechenkästchen oder Schwierigkeiten beim Ausmalen können Hinweise auf mangelhaft ausgeprägte Auge-Hand-Koordination sein.
Die Auge-Hand-Koordination ist zugleich auch eine wichtige Vorstufe für das Zählen, Ordnen und Zuordnen von Elementen. Das Kind zählt und ordnet, anfangs benutzt es Augen und Hand gemeinsam.Die Hörwahrnehmung wird als eine wichtige Voraussetzung für die sprachliche Kommunikation und das Denken angesehen.
Die Entwicklung beginnt bereits vorgeburtlich und hält parallel zum Erlernen der kindlichen Sprache an.
Durch Hörprobleme kann das Erlernen der Sprache ebenso betroffen sein wie der spätere Schriftspracherwerb.
Ein Hörschaden kann sich ebenso wie eine Hypersensitivität (eine Überempfindlichkeit im Hören) problematisch auf die Entwicklung des Kindes auswirken.
Ein hypersensitives Kind blendet mitunter Geräusche aus. Die Folge davon sind unvollständige und unrichtige Informationen. Unter „geschützten“ Umständen fällt dies nicht auf, in Situationen mit schulischem Stress durch Lärm und Hektik aber, wird es zum Problem. Dies kann ein Grund sein, warum Diktate beim Üben zu Hause so viel besser geschrieben werden als später in der schulischen Situation. Häufig wird die Bedeutung der Wahrnehmung ausschließlich in Bezug auf das Sehen und das Hören beachtet.
Dabei stellt sich gerade das Gleichgewichtssystem (Vestibularsystem) als Basis der Sinnesverarbeitung dar.
Es spielt eine grundlegend wichtige Rolle in der menschlichen Entwicklung, auch für das Lernen.
Es steht in engster Verbindung mit Sehen und Hören und hat durch seine enge Vernetzung erheblichen Einfluss auf schulische Aufgaben.